Kurztrip nach Wien

Mein Mann kommt geschäftlich viel herum, und wenn es nicht gerade irgendwo ins Hinterland geht, reisen meine Tochter und ich immer wieder mal hinterher. ;-)

Als er nur anfing von einem Termin in Wien zu sprechen, suchte ich schnurstracks nach günstigen Flügen. Bei Eurowings hatte ich Glück und konnte einen guten Flugpreis ergattern.

Abreise – 1.Tag

Da ich am Abreisetag noch einen unaufschiebbaren Termin am Vormittag hatte, der Flug aber schon um 14:40 Uhr startete, habe ich einen Tag zuvor mit meiner MyTaxi App ein Taxi bestellt. So konnten wir direkt von meinem Termin zum Flughafen fahren. Hat wie immer super funktioniert!
In unserer Reiseplanung hatten wir natürlich bedacht, dass es uns zeitlich nicht für die Gepäckaufgabe reichen wird und reisten nur mit Handgepäck. So konnten wir direkt durch die Sicherheitskontrolle gehen.

Über den Wolken - Eurowings Flug von Stuttgart nach Wien
Über den Wolken – Eurowings Flug von Stuttgart nach Wien

Der Flug von Stuttgart nach Wien dauerte 01:15h. (Meine Tochter war ganz erstaunt als der Pilot den Landeanflug ankündigte. Sie schaute mich mitgroßen Augen an und fragte: “WAS??? Wir sind schon da?” Ich lachte und antwortete: “Wien ist nicht New York.”)

Am Wiener Flughafen gefällt mir die Anbindung in die Stadt wirklich gut. So stelle ich mir das in einer Hauptstadt vor. ;)

Mit dem CAT – City Airporttrain – ist man in 16 Minuten mitten in der Stadt.
Allerdings hat der CAT seinen Preis, Einfache Fahrt: 12,00 Euro.

Wir sind mit dem Railjet der ÖBB zum Wiener Hauptbahnhof gefahren, da unser Hotel – das Hotel Schani – etwa 5 Gehminuten vom Bahnhof entfernt liegt. Das Ticket kostete 4,10 Euro und für meine Tochter 0,90 Euro. Die Fahrkarten kann man übrigens auch schon zuhause am Computer kaufen und ausdrucken.

Als wir am Hotel angekommen waren, konnten wir dank der Schani App direkt das Smart Maisonette Zimmer in dem mein Mann schon eingecheckt war beziehen. Das Smartphone dient zusammen mit der App als Zimmerschlüssel.
Das Besondere an dem Smart Maisonette Zimmer ist die Galerie nach oben. Über eine Leiter erreicht man den Schlafbereich mit einem Doppelbett. Besonders bei unserer Tochter kam das sehr gut an.
Insgesamt ist das Zimmer hell und modern eingerichtet und durch den gewonnen Platz wirkt das Zimmer noch geräumiger. Die Couch im unteren Bereich – auf die mein Mann von unserer Tochter ausquartiert wurde – kann zu einem Zusatzbett umfunktioniert werden.

Sehr praktisch finde ich, dass sich direkt vor dem Hotel die Haltestelle der Straßenbahnlinie D befindet, mit der man in wenigen Minuten die Innenstadt erreicht.

Am ersten Tag hatten wir kein Programm geplant, so konnten wir uns ohne Zeitdruck einen ersten Eindruck von Wien verschaffen. Durch die Stadt schlendernd bin ich aus dem Staunen nicht herausgekommen, diese vielen wunderschönen und prachtvollen Gebäude haben mich wie “Hans guck in die Luft” durch die Gassen laufen lassen.

Am Abend besuchten wir das Cafe Hawelka, dass uns von Bekannten wegen des ursprünglichen Charms und der berühmten Buchteln – warmes Hefegebäck – empfohlen wurde. Schon beim Betreten des Cafes stieg der süße Duft von Buchteln in unsere Nasen. Wir suchten uns einen Platz und bewunderten die Inneneinrichtung des Cafes, welche noch im Urzustand vorhanden ist. Es fühlte sich an als hätten wir in einer Zeitmaschine gesessen, die uns vom hier und jetzt zurück in das Jahr als das Cafe eröffnete katapultierte. Ein tolles Erlebnis, und genau aus diesem Grund sollte das Cafe Hawelka mit seinen Buchteln bei jedem der Wien besucht auf dem Pflichtprogramm stehen.

2.Tag

Am nächsten Morgen wurde erst einmal ausgiebig im Hotel gefrühstückt, um dann gut gestärkt unser Tagesprogramm zu starten. Da meine Tochter und ich absolut “Pferde-verrückte-Mädels” sind, war noch vor der Flugbuchung klar, dass wir auf jeden Fall die Hofreitschule besuchen müssen. Wir entschieden uns die Morgenarbeit der Lipizzaner um 10 Uhr anzuschauen.
Die Morgenarbeit, dass sind Trainingsstunden der Lipizzaner die in 4 Einheiten von jeweils 30 Minuten unterteilt sind. Da wir leider erst kurz nach halb zehn an der Hofreitschule angekommen sind und noch Tickets kaufen mussten, konnten wir keine Sitzplätze der unteren Galerie mehr ergattern. Tipp: Wenn möglich Tickets einen Tag vorher kaufen oder rechtzeitig vor Ort sein. ;-)
Das Training war schön anzusehen, allerdings nach den ersten zwei Trainingseinheiten etwas langatmig. Dennoch finde ich muss man die Hofreitschule gesehen haben, alleine schon wegen der pompösen Reithalle. Die Tickets kosteten für mich und meinen Mann jeweils 15,00 Euro und für unsere Tochter 7,50 Euro.
Fazit: Da die Tickets im Vergleich zu den Vorführungspreisen günstig sind, kann man sich die Morgenarbeit durchaus mal anschauen. Fest steht aber, bei unserem nächsten Wien Besuch werden wir den geführten Rundgang durch die Pferdestallungen mitmachen.

Draußen vor der Hofburg ging der Pferdespaß dann weiter. Überall standen Fiaker und von allen Seiten tönte der Klang von Pferdhufen. Ein Traum! Schnell merkte ich, dass Wien zu meiner neuen Lieblingsstadt – bisher New York – werden könnte.

Wir gingen zu einem Fiaker und erkundigten uns wieviel eine Fiakerfahrt kostet. 40 Minuten kosten 80 Euro und 60 Minuten kosten 110 Euro. Meine Tochter und ich streichelten die Pferde und der Kutscher verriet uns das die Pferde Bingo und Bongo heißen. Wie witzig!

Auch wenn der Kutscher und seine Pferde wirklich sympathisch waren, entschieden wir uns gegen eine Fahrt, da es an diesem Tag sehr kalt war und wir für so einen Preis lieber bei wärmeren Wetter mal mit dem Fiaker fahren wollen.

Als nächstes ging es zum Time Travel. Hier wird dem Besucher die Geschichte Wiens in sieben verschiedenen Stationen erzählt. Das 5D Kino, der Wiener Walzer Ride und die Magische Fiakerfahrt gehören zu den Highligts des Time Travels. Alle 15-20 Minuten startet eine 50 minütige Tour, die humorvoll durch einen Mitarbeiter begleitet wird.
Da wir die Tickets eine Stunde vor unserer Tour online auf unserem Handy kauften, haben wir für meinen Mann und mich nur jeweils nur 15,60 Euro statt 19,50 Euro und für unsere Tochter nur 12,40 Euro statt 15,50 Euro bezahlt. Da freut sich das Schwabenherz!
Unserer Tochter hat der Besuch im Time Travel ausgesprochen gut gefallen. Für meinen Mann und mich war es eher etwas entäuschend. Allerdings muss ich zur Verteidigung des Time Travels zugeben, dass wir durch unsere USA Aufenthalte andere Dimensionen gewohnt sind.

Für den Abend hatten wir uns einen Tisch im Figlmüller reserviert. Hier aßen wir das berühmte und sehr leckere Figlmüller Schnitzel. Das Restaurant war sehr voll, deswegen ist es sehr zu empfehlen im Voraus einen Tisch zu reservieren, damit man nicht hungrig vor der Tür auf einen freien Tisch warten muss.

3. Tag

Heute haben wir im Cafe Goldegg gefrühstückt. Auch dieses Cafe hat seinen ursprünglichen Charm beibehalten und ist mit Marmortischen und dunkelgrünen Stoffbezügen eingerichtet.

Satt und zufrieden ging es dann zum Prater – Vergnügungspark. Da es Anfang Februar war, hatten die meisten Fahrgeschäfte geschlossen, aber das weltweit bekannte Riesenrad – wegen dem wir zum Prater fuhren – hatte geöffnet. Das Wetter war traumhaft schön und so konnten wir den unglaublich tollen Blick über Wien noch mehr genießen.

Später haben wir im Cafe Central Mittag gegessen. Das Essen war sehr lecker, vorallem der Kaiserschmarrn den sich unsere Tochter bestellte, war ausgesprochen köstlich.

Nach meinem Mittagessen war ich papp satt und konnte leider keinen der vielen toll aussehenden Kuchen probieren. Aber für ein paar Fotos hat es noch gerreicht. ;-)

Da wir jetzt noch etwas Zeit hatten und es mittlerweile zu unserer Reisetradition gehört von jeder Reise die wir machen einen Kühlschrankmagneten mitzunehmen, bummelten wir durch diverse Souvenirläden.

Bevor es am Abend zum Flughafen ging, haben wir zum Abschluss noch einen Kaffee im Cafe Museum getrunken und dabei beschlossen das wir im Sommer definitiv Wien noch einmal besuchen werden.

 


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